Wirtschaftsverband Weser

Ziele & Aufgaben



Ziele & Aufgaben

Die maritimen Interessen der Region Weser-Jade werden durch den Wirtschaftsverband Weser e.V. unabhängig von Länder- und Verwaltungsgrenzen vertreten. Der Verband bildet den Zusammenschluss von über 100 Unternehmen, deren wirtschaftliche Aktivitäten direkt oder indirekt dem maritimen Wirtschaftssektor in der Nordwest-Region zuzurechnen sind. Mitglieder sind Unternehmen aus allen Bereichen der maritimen Wirtschaft, von international tätigen Firmen bis zu mittleren und kleinen Unternehmen aus den Ländern Bremen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Hessen und Berlin. Gegründet wurde der Wirtschaftsverband Weser e.V. im November 1999.

 

Die maritime Wirtschaft ist die Lebensader der nordwestdeutschen Küstenregion. Aus der herausragenden ökonomischen Bedeutung des maritimen Wirtschaftssektors leitet sich die grundsätzliche Forderung gegenüber dem Bund sowie den Ländern ab, durch eine zukunftsorientierte Wirtschafts- und Verkehrspolitik wettbewerbsfähige Standortbedingungen für die Unternehmen in Nordwestdeutschland zu gewährleisten.

 

 

 


Vertretung maritimer Interessen der Nordwest-Region

Die Ziele und Interessen der maritimen Wirtschaft werden vom Wirtschaftsverband Weser engagiert vertreten gegenüber

  • der Bundesregierung, insbesondere den Bundesministerien für Verkehr, Bau- und Stadtentwicklung, für Wirtschaft und Technologie, für Finanzen und für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit sowie dem Bundeskanzleramt
  • den Abgeordneten des Deutschen Bundestages
  • der EU-Kommission und dem Europäischen Parlament
  • den Parlamenten und den Landesregierungen in Niedersachsen und Bremen
  • den Gebietskörperschaften in der Nordwest-Region
  • Organisationen, Verbände, Institutionen und Medien auf regionaler, nationaler und europäischer Ebene
  • in den Gremien der Metropolregion Bremen/Oldenburg sowie als Mitglied im Förderverein „Wirtschaft pro Metropolregion“
  • gegenüber der Öffentlichkeit durch Information und Kommunikation über maritime Themen

 

 

 



Informations- und Kommunikationsnetzwerk zwischen maritimer Wirtschaft, Politik und Verwaltung


Aktivitäten + Projekt im Bereich maritimer Verkehrs- und Standortpolitik

  • Nationale Maritime Konferenzen Mitwirkung bei den nationalen Konferenzen „Maritime Wirtschaft“ und Positionierung der Wirtschafts-, Schifffahrts- und Hafen-Interessen der Unternehmen in Nordwestdeutschland, z. B. hinsichtlich eines schnellen und bedarfsorientierten Ausbaus der Verkehrswege
  • Nationales Hafenkonzept – Vorrang für hafenorientierte Verkehrsprojekte Aktive Mitwirkung des Wirtschaftsverband Weser e.V. bei der Konkretisierung und Umsetzung des nationalen Hafenkonzeptes im Interesse der Häfen in der Nordwest-Region. Das „Nationale Hafenkonzept“ des Bundes, das insbesondere den verstärkten Ausbau der land- und seeseitigen Zufahrten der Seehäfen sowie deren Verbindung mit den Wirtschaftszentren Deutschlands vorsieht, wird grundsätzlich begrüßt. Die gestiegene Bedeutung der deutschen Häfen für die gesamte deutsche und europäische Volkswirtschaft muss zu einer vorrangigen Berücksichtigung bei der Bereitstellung von Finanzmitteln zum Ausbau und zur Unterhaltung der hafenorientierten Verkehrsinfrastruktur führen.
  • Masterplan Güterverkehr und Logistik Mitarbeit und Vertretung der Interessen der maritimen Wirtschaft in der Region Weser-Jade bei der Umsetzung des Masterplans Güterverkehr und Logistik, insbesondere bei der beabsichtigten Neubewertung der Bedarfspläne bzw. Investitionsplanungen des Bundes im Rahmen der Bundesverkehrswegeplanung vor dem Hintergrund zunehmender Kapazitätsengpässe (mit besonderem Schwerpunkt bei den Seehafenhinterlandanbindungen)
  • Finanzierung wirtschaftsorientierter Infrastrukturprojekte Bedarfsgerechte Bereitstellung ausreichender öffentlicher Finanzmittel des Bundes und der Länder für wirtschaftsorientierte Infrastrukturprojekte, insbesondere für den Ausbau der Verkehrsinfrastruktur. Die erhöhten Investitionsmittel des Bundes für den Neubau und die Substanzerhaltung der Verkehrswege in Höhe von jährlich ca. 12 Mrd. Euro in den Jahren 2009 + 2010 verbessern u. a. die verkehrliche Anbindung der Häfen. Für die nachfolgenden Haushaltsjahre müssen die Investitionsmittel für die Verkehrsinfrastruktur auf vergleichbarem Niveau festgeschrieben werden.
  • Interessenvertretung gegenüber konkurrierenden Politikbereichen Positionierung und Durchsetzung der maritimen Interessen der Nordwest-Region gegenüber konkurrierenden Politikbereichen, z. B. bei der Umsetzung der europäischen Wasserrahmenrichtlinie, der Ausweisung von Fauna-Flora-Habitat-Gebieten oder Mitwirkung bei den „Flusskonferenzen“ der Bundesregierung
  • EU-Verkehrspolitik Schaffung gleicher Wettbewerbsbedingungen auf europäischer Ebene für die Häfen und den Zu- und Ablaufverkehr zu den maritimen Wirtschaftsstandorten sowie Vertretung der Interessen der maritimen Wirtschaft in der Region Weser-Jade bei den EU-Verkehrsprojekten, insbesondere den „Transeuropäischen Netzen“ (TEN) und den „motorways of the sea“
  • EU-Meerespolitik Mitwirkung in den nationalen Gremien zur Umsetzung des EU-Blaubuch „Meerespolitik“ sowie Mitar-beit bei der Konkretisierung der von der EU festgelegten Aktionspläne, insbesondere in den Bereichen EU-Hafenpolitik, Seeverkehrsstrategie 2008 – 2018 sowie Meeresschutzstrategie
  • Raumordnung und Landesplanung im Bereich der Meere + Küstenregionen
    • Mitglied und aktive Mitarbeit in der Arbeitsgruppe der Bundesregierung zum Leitplan „Meer“
    • Vertretung der Interessen der maritimen Wirtschaft bei der Raumordnung / Landesplanung, z. B. bei der Ausweisung von Naturschutzgebieten, der Festlegung von Offshore-Standorten für Windkraftanlagen, bei der Ausweisung von Hochwasserschutzgebieten, die die Entwicklungsmöglichkeiten von Industrie-, Gewerbe- und Hafenstandorten betreffen
    • Schaffung und Freihaltung angemessener Schifffahrtskorridore in der Deutschen Bucht in Nord-Süd-Richtung für die sich abzeichnenden neuen Schifffahrtswege über die Arktis (Nord-West- bzw. Nord-Ost-Passage)
  • Regionale hafen- und wirtschaftsorientierte Infrastrukturprojekte Förderung von hafen- und wirtschaftsorientierten Infrastrukturprojekten durch die Landesregierungen und Landesparlamente



Seeschifffahrtsstraße Weser

  • Anpassung der Seeschifffahrtsstraße Weser durch den Ausbau der Außenweser für den tideunabhängigen Verkehr mit Schiffen von bis zu 13,8 m Tiefgang sowie der Unterweser zwischen Bremerhaven und Bremen (tideabhängiger Schiffstiefgang bis zu 12,8 m bis Brake und 11,10 m bis Bremen)
  • Unterstützung der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung im Rahmen der laufenden Planfeststellungsverfahren für den Ausbau der Außen- und der Unterweser mit der Zielsetzung eines Baubeginns im Jahr 2010
  • Entwicklung und Unterstützung von Initiativen und Maßnahmen zur Lösung konkreter Fragen und Probleme beim Planfeststellungsverfahren zum Ausbau der Seeschifffahrtsstraße Weser (z. B. bei der Problematik der Zuwässerung von Wasser aus der Weser in der Region Butjadingen)
  • Optimierung des Fahrwassers der Unterweser im Bereich „Blexer Bogen“ hinsichtlich Unterhaltungs-aufwand und Verbesserung der Tiefgangssituation im Zu- und Ablaufverkehr zum Hafen Nordenham



Binnenschifffahrtsweg Weser

Durch den Anschluss an das deutsche Wasserstraßennetz über den Binnenschifffahrtsweg Mittelweser von Bremen bis Minden werden die Wirtschaftsstandorte an der Küste mit den europäischen Wirtschafts-regionen verbunden. Zur Schaffung leistungsfähiger Fahrwasserverhältnisse auf der Mittelweser – insbesondere für den Einsatz von Schubverbänden und verlängerten Großmotorgüterschiffen (Länge bis 139 m) zum kostengünstigen Transport von Massengütern und Containern - setzt sich der Wirtschaftsverband Weser für folgende Ziele ein:

 

  • Bedarfsorientierter Ausbau der Flussstrecke zwischen Bremen und Minden inklusive der Schleusenkanäle und der Schleusenhäfen bis spätestens 2012
  • Neubau der Mittelweser-Schleusen in Dörverden und Minden mit einer Länge von 140 m bis spätestens 2012
  • Modernisierung der nautischen und betrieblichen Voraussetzungen für einen 24-Stunden-Betrieb auf der Wasserstraße Mittelweser
  • Verbesserung der nautischen und betrieblichen Bedingungen für den Containertransport auf der Mittelweser, insbesondere hinsichtlich der erforderlichen Ausbaumaßnahmen für den dreilagigen Containertransport zwischen den Unterweserhäfen und Minden.
  • Ausbau der Binnenhäfen an der Weser zu leistungsfähigen Logistikstandorten
  • Erhaltung der Zweckbestimmung und unveränderte Fortsetzung der Bewirtschaftung der Talsperren im Wesergebiet (Eder- und Diemeltalsperre) zur Sicherung der Wasserführung der Oberweser im Interesse von Schifffahrt, Tourismus, Naherholung und Gewässerökologie
  • langfristig: Binnenschiffsanbindung des Tiefwasserhafens Wilhelmshaven an den Binnenschifffahrtsweg Weser



Seehäfen an Weser und Jade

Die Hafenstandorte müssen rechtzeitig durch bedarfsgerechte Investitionen der öffentlichen Hand in die Infrastruktur sowie privatwirtschaftliche Investitionen in die Suprastruktur für die erwarteten Wachstumsraten durch die weiter zunehmende internationale Arbeitsteilung vorbereitet werden. Hierzu gehören insbesondere folgende Projekte:

 



Verkehrsinfrastruktur Straße

Vor dem Hintergrund der weitgehenden Auslastung der Kapazitäten der Straßeninfrastruktur in Nordwestdeutschland und der in allen Prognosen erwarteten Zunahme des Straßenverkehrs ist der Neu- und Ausbau des überregionalen Straßennetzes in Nordwestdeutschland zwingend erforderlich. Die politisch gewollte Verstärkung des Verkehrs auf Schiene und Wasserwegen ändert nichts an den notwendigen Verkehrsinfrastrukturprojekten im Bereich des Straßennetzes, ohne die die Verkehrszuwächse nicht bewältigt werden können!

 

  • Küstenautobahn A 20/A 22

    Zügiger Bau der Küstenautobahn A 20/A 22 als transeuropäische Magistrale mit herausragenden Funktionen für die Personen- und Wirtschaftsverkehre in Norddeutschland. Der Bund ist gefordert, das gesetzlich vorgeschriebene Linienbestimmungsverfahren zügig durchzuführen mit dem Ziel, bis zum Jahr 2013 einen Planfeststellungsbeschluss für erste Bauabschnitte zu erreichen und die Baumaßnahmen noch im Jahr 2013 zu beginnen. Die Küstenautobahn ist bei der nächsten Bedarfsplanfortschreibung in den so genannten „Vordringlichen Bedarf“ des Bundesverkehrswegeplans aufzunehmen. An die EU wird die Forderung gerichtet, die Küstenautobahn in das Netz der transeuropäischen Verkehrswege (TEN) aufzunehmen.
  • BAB 1 zwischen Hamburg und Osnabrück

    Schnelle Durchführung der bereits begonnenen Ausbaumaßnahmen auf der Bundesautobahn A 1 zwischen Hamburg und Osnabrück (sechsstreifiger Ausbau).
  • BAB 281 in Bremen

    Fertigstellung der vollständigen Autobahneckverbindung BAB 281 in Bremen zwischen der BAB 1 und der BAB 27 (inkl. Wesertunnel) und Anbindung an die B 212 neu bis zum Jahr 2013.
  • Anbindung der Überseehäfen in Bremerhaven an die BAB 27

    Die Anbindung der Überseehäfen Bremerhaven an das Autobahnnetz muss durch den Bau der beschlossenen Tunnelvariante schnellstmöglich verbessert werden.
  • Ausbau der B 211 zwischen Oldenburg und Brake

    Die Anbindung der Wesermarsch an die BAB 29 erfolgt über die B 211. Der Ausbau dieser Strecke, für den ein Planfeststellungsbeschluss vorliegt und 19 Millionen Euro im Investitionsrahmenplan des Bundesverkehrsministeriums eingeplant sind, muss zeitnah umgesetzt werden.



Verkehrsinfrastruktur Schiene

Der Schienengüterverkehr in Nordwestdeutschland ist in den zurückliegenden Jahren bereits an seine Kapazitätsgrenzen gestoßen. Die aktuellen Rückgänge sind nur konjunkturell bedingt und damit zeitlich begrenzt. Die Prognosen erwarten für den Seehafenhinterlandverkehr von und zu den Nordseehäfen eine erhebliche Zunahme, die auf den bestehenden Schienengüterstrecken nicht bewältigt werden kann!

 

Die Schieneninfrastruktur in Nordwestdeutschland muss daher schnellstmöglich ausgebaut werden.

Für die maritimen Wirtschaftsstandorte in der Nordwest-Region sind insbesondere die nachfolgenden Projekte von herausragender Bedeutung:

 

  • schnelle Planung und Realisierung der Y-Strecke Hamburg - Bremen – Hannover bis zum Jahr 2020 unter Berücksichtigung der Tatsache, dass die gegenwärtigen als auch zukünftigen Engpässe im Bereich des Güterverkehrs bestehen und daher die bisherige Konzeption der Y-Strecke als schnelle Personenverkehrsstrecke überprüft werden muss.
  • sofortiger Beginn der Sanierung, des Ausbaus und der Optimierung des nicht bundeseigenen Schienennetzes in Nordwestdeutschland mit finanzieller Unterstützung des Bundes
  • durchgehende Zweigleisigkeit der Strecke Wilhelmshaven – Oldenburg bis zum Jahr 2012 (inkl. Umfahrung Sande) sowie Elektrifizierung der Strecke bis zum Jahr 2014
  • bedarfsgerechter Ausbau der Bahnknotenpunkte Bremen und Oldenburg inkl. Neubau der Hunteklappbrücke in Oldenburg
  • Ausbau der Strecke Bremen – Langwedel – Uelzen – Stendal – Berlin/Magdeburg zur Kapazitätssteigerung der Schienenanbindung der Nordwest-Region an Ostdeutschland sowie Mittel- und Osteuropa
  • Ertüchtigung der Strecken Cuxhaven – Bremerhaven und Cuxhaven – Hamburg
  • Ausbau der Strecke Stelle – Lüneburg (Neubau 3. Gleis)

 

Der zeit- und bedarfsgerechte Ausbau dieser Schienenprojekte ist zu einem erheblichen Teil weder planerisch noch finanziell auf Seiten der Bahn bzw. des Bundes hinreichend abgesichert, so dass zusätzliche Initiativen und Aktivitäten für eine zeitnahe Realisierung erforderlich sind.



Wirtschaftsstandorte am Wasser

Die Lage der Wirtschaftsstandorte und Unternehmen an See- oder Binnenschifffahrtswegen bzw. an der Küste bildet den regionalspezifischen Standortvorteil gegenüber konkurrierenden Wirtschaftsregionen in Deutschland.

Daher setzt sich der Wirtschaftsverband Weser u. a. für folgende Ziele und Projekte ein:



Energie

Energiegewinnung und -versorgung in der Weser-Region sind wesentliche Standortfaktoren für die Wettbewerbsfähigkeit der regionalen Wirtschaft.

 

Schwerpunkte der Arbeit des Wirtschaftsverbandes Weser e.V. sind:

  • Standortsicherung und Vorsorge für Erweiterungen bzw. neue Standorte von Kraftwerken
  • Nutzung des Flusses für Brauch- und Kühlwasser
  • Sicherung kostengünstiger Transportwege zu den Kohlekraftwerken
  • Förderung regenerativer Energieerzeugung mit Bezug zur Weser
  • Festlegung von Offshore-Standorten für Windkraftanlagen unter der Voraussetzung, dass Sicherheit und Leichtigkeit des Schiffsverkehrs sichergestellt und bedarfsgerechte Schifffahrtskorridore, die auch zukünftigen Anforderungen entsprechen, von anderweitigen Nutzungen frei gehalten werden



Umsetzung der europäischen Wasserrahmenrichtlinie

Vertretung der Interessen der maritimen Wirtschaft in folgenden Gremien und Arbeitskreisen:

 

  • Mitglied des Beirates Niedersachsen/ Bremen zur Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie
  • Vertreter der Wirtschaft in der Gebietskooperation Unterweser sowie der Gebietskooperation Küste

 

 

 

Inhaltliche Aufgaben bzw. Mitwirkung des Wirtschaftsverband Weser e.V. in folgenden Projekten zur Umsetzung der EU-Wasserrahmenrichtlinie:

 

  • Planung und Aufstellung von Maßnahmenprogrammen
  • Erstellung von „Bewirtschaftungsplänen“, in denen Maßnahmen festgelegt werden, um die Flüsse und Gewässer in einen „guten Zustand“ bzw. in ein „gutes ökologisches Potenzial“ zu überführen. Gefahr von einseitiger, ökologisch dominierter Festlegung, z.B. durch zeitliche Beschränkungen hinsichtlich der Unterhaltungsbaggerungen in den Schifffahrtswegen
  • Umsetzung der Bewirtschaftungspläne (Zeitraum: 2010 - 2015) Abstimmung zwischen den unterschiedlichen Nutzern und Interessengruppen


 

 

Integriertes Küstenzonenmanagement

Der Wirtschaftsverband Weser e.V. ist Mitglied im „Nationalen Beirat Integriertes Küstenzonenmanagement (IKZM)“ beim Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit und vertritt in diesem Gremium die Wirtschaft aus der Nordwestregion.

 

Projekte + Arbeitsthemen:


Managementpläne für die als FFH-Gebiet ausgewiesene Flussmündung und Fahrwasser der Weser

 

Für das im Rahmen von „Natura 2000“ als Fauna-Flora-Habitat-Gebiet ausgewiesene Flussästuar der Weser als auch die ebenfalls unter den „Schutz“ der FFH-Richtlinie gestellte Seeschifffahrtsstraße Weser müssen Managementpläne in Form von so genannten „Integrierten Bewirtschaftungsplänen“ aufgestellt werden, in denen die verschiedenen Funktionen und Nutzungen der Gebiete bzw. des Gewässers festgelegt und prioritäre Funktionen bzw. Nutzungseinschränkungen bestimmt werden. Der Wirtschaftsverband Weser e.V. vertritt bei den von den Ländern Bremen und Niedersachsen aufzustellenden Managementplänen die Interessen der Schifffahrt und Häfen.


Initiative „Maritimer Standort Nordwest“

Die Initiative „Maritimer Standort Nordwest“ bildet die Plattform für die Vertretung der Interessen der maritimen Wirtschaft in der gesamten Nordwest-Region (von der Ems über Jade und Weser bis zur Elbe). Mitglieder der Initiative „Maritimer Standort Nordwest“:

 

  • Industrie- und Handelskammern Bremen, Oldenburg, Stade, Bremerhaven und Emden
  • Unternehmensverband Bremische Häfen e.V. + bremenports GmbH & Co.KG
  • seaports of Niedersachsen GmbH + Wilhelmshavener Hafenwirtschaftsvereinigung e.V., Allgemeiner Wirtschaftsverband Wilhelmshaven-Friesland e.V.
  • Wirtschaftsverband Weser e.V.

 

Der Wirtschaftsverband Weser e.V. hat im Rahmen der Initiative „Maritimer Standort Nordwest“ die Federführung bei nachfolgenden Themen hinsichtlich der Erarbeitung inhaltlicher Positionen, der Information und Kommunikation innerhalb der Initiative als auch der Vertretung gegenüber Politik, Verwaltung und Öffentlichkeit:

 

  • Ausbau, bedarfsgerechte Unterhaltung und effiziente Verkehrsabläufe auf den Seeschifffahrtsstraßen, insbesondere Außen- und Unterweser sowie Ausbau des Nord-Ostsee-Kanals
  • Ausbau, bedarfsgerechte Unterhaltung und effiziente Verkehrsabläufe auf den Binnenwasserstraßen Mittelweser und Mittellandkanal
  • Nationale und europäische Hafenpolitik (gemeinsam mit Unternehmensverband Bremische Häfen e.V.)
  • Berücksichtigung der Interessen der maritimen Wirtschaft bei der Raumordnung/Landesplanung auf der Ebene der EU (EU-Meerespolitik), des Bundes und der Länder im Bereich der Meere und Küstenregionen
  • Umsetzung der europäischen Wasserrahmenrichtlinie
  • FFH-Schutzgebiete im Rahmen von „Natura 2000“ / Integrierte Bewirtschaftungsplanung Weser (gemeinsam mit Oldenburger IHK)
  • Flusskonferenzen der Bundesregierung sowie „Integriertes Küstenzonenmanagement“
  • Energiegewinnung und –standorte (gemeinsam mit Wilhelmshavener Hafenwirtschaftsvereinigung)


 

Tourismus

Tourismus und Freizeitwirtschaft in der Weser-Region leisten wesentliche Beiträge zur regionalen Wertschöpfung und zum Arbeitsmarkt. Daher engagiert sich der Wirtschaftsverband Weser für

folgende Ziele:

  • Stärkung des Tourismus als Wirtschaftsfaktor und Arbeitsplatzangebot
  • Ausbau der touristischen Angebote und Nutzung der Potenziale der maritim geprägten Landschaft in Nordwestdeutschland
  • Förderung der Fahrgastschifffahrt



Information, Kommunikation und Koordination

Information, Kommunikation und Koordination zwischen den Mitgliedern sind wei-tere Aufgaben des Wirtschaftsverbandes Weser e.V. Zu diesem Zweck werden u.a. Tagungen, Veranstaltungen, Gesprächskreise etc. durchgeführt sowie das Internet-Medium "Die Weser" unter www.weser.de herausgegeben.