Binnenschifffahrt

Oberweser


Staustufe Hameln

Oberweser

 

Die Oberweser ist ein frei fließender niedrigwasserregulierter Fluss, der nach Grundsätzen aus dem Jahre 1916 ausgebaut wurde. Zur Verbesserung der Schifffahrtsverhältnisse sind im Zuge dieses Ausbaus über 3000 Buhnen sowie eine Vielzahl von Deckwerken und Leitwerken entstanden. In Flussstrecken mit Übertiefen wurden Grundschwellen eingebaut. In den Sommermonaten wird bei Niedrigwasser ein Zuschusswasser aus der Edertalsperre abgegeben.

Wenn es der Bewirtschaftungsplan der Talsperre erlaubt, wird am Pegel Hann. Münden ein Wasserstand von 1,20 m angestrebt, das entspricht folgenden Fahrwassertiefen in den Bereichen

 

· 1,00 m zwischen Hann. Münden bis Bodenwerder

· 1,10 m zwischen Bodenwerder und Hameln-Wehrbergen

· 1,20 m zwischen Hameln-Wehrbergen bis Minden

 

Die Sollbreite der Fahrrinne beträgt im Allgemeinen 28 bis 33 m.

Die gesamte frei fließende Oberweser zwischen Hann. Münden und Minden wird lediglich in Hameln durch eine Staustufe unterbrochen. Sie besteht aus festen Wehren, die über 1000 Jahre alt sind. Zur Überwindung der Wehre durch die Schifffahrt wurde 1733 eine erste Kammerschleuse gebaut. Sie wurde ersetzt durch die sogenannte alte Schleuse (61,00 x 10,85 m) und diese wiederum im Jahre 1933 durch die 225 m lange und 12,50 m breite "Schleppzugschleuse" mit Stemmtoren in Ober-, Unter- und Mittelhaupt. Durch das Mittelhaupt kann die nutzbare Länge der Schleuse auf 122 m bzw. 85 m verkürzt werden. Die Schleppzugschleuse ist mit Betriebspersonal besetzt. Das Gefälle der Staustufe Hameln wird von 3 Wasserkraftwerken zur Energiegewinnung genutzt.

Hrsg.: Wasser- und Schifffahrtsamt Hann. Münden